Leitfaden für Digitalisierungsteams

Software-Akzeptanz im Krankenhaus messen

Ob eine Technologie im Versorgungsalltag ankommt, entscheidet sich nicht beim Go-Live. Dieser Leitfaden zeigt, wie Digitalisierungsteams Akzeptanz messen und warum erst Anwenderfeedback, Nutzungsdaten und Kosten zusammen eine Entscheidung tragen.

Kurz beantwortet

Wie misst man Software-Akzeptanz im Krankenhaus?

Über vier Signale in einer Auswertung: den Bedarf (was wird gebraucht), das Anwenderfeedback je Berufsgruppe (kommt es im Versorgungsalltag an), die Nutzungsdaten aus Herstellerreporting und Logdaten (wird es tatsächlich genutzt) und die Kosten je aktivem Anwender. Erhoben wird niederschwellig in 3 bis 5 Minuten per QR-Code auf Station, ohne Account. Erste Muster zeigen sich nach wenigen Tagen, eine belastbare Auswertung liegt nach drei bis vier Wochen vor, bei Piloten nach zwei Messwellen.

Akzeptanz allein reicht dabei nicht: Eine Technologie kann beliebt sein und trotzdem ungenutzt bleiben, oder genutzt werden und trotzdem zu viel kosten. Erst die Kombination zeigt, wo zu entscheiden oder nachzusteuern ist.

Datenbasis

Vier Signale, eine Auswertung

Bedarfe, Anwenderfeedback, Nutzungsdaten und Kosten je Technologie. Jedes Signal beantwortet eine eigene Frage, zusammen ergeben sie die Entscheidungsgrundlage.

Bedarf

Was wird gebraucht?

Bedarfe aus Boards, Key-User-Runden und Mail-Postfach zusammenführen, clustern und mit der bestehenden Systemlandschaft abgleichen. Mehrfachnennungen zeigen, welche Themen wirklich drängen.

Kennzahl: Mehrfachnennungen je Bedarf

Anwenderfeedback

Kommt es im Versorgungsalltag an?

Pflege, Ärztlicher Dienst, Apotheke, MFA und Therapie bewerten dieselbe Technologie unterschiedlich. Fragen erscheinen je nach Berufsgruppe und Fachabteilung, Freitext wird per KI nach Hersteller, Infrastruktur, Prozess und Schulung getaggt.

Kennzahl: Adoptionsscore je Berufsgruppe, Fachbereich und Standort

Nutzungsdaten

Wird es tatsächlich genutzt?

Herstellerreporting, Logdaten und Lizenzlisten laufen automatisch mit ein. So wird sichtbar, ob eine Technologie nur eingeführt oder auch aktiv genutzt wird.

Kennzahl: Nutzungsgrad je Fachbereich

Kosten

Was kostet die Wirkung?

Lizenz-, Betriebs- und Administrationskosten je Technologie, bezogen auf die aktiven Anwender:innen. Gering genutzte Lizenzen und redundante Lösungen werden erkennbar.

Kennzahl: Kosten je aktivem Anwender

Vorgehen

So messen Sie Software-Akzeptanz in fünf Schritten

Von der Fragestellung bis zur dokumentierten Entscheidung. Der Ablauf, der sich in über 40 Kliniken und Verbünden bewährt hat.

  1. 1

    Fragestellung und Schwelle festlegen

    Welche Entscheidung soll die Messung tragen: Pilot skalieren, Nutzung erhöhen, Portfolio konsolidieren? Dazu vorab die Kennzahl und den Schwellenwert festlegen, ab dem ein Rollout freigegeben wird. So ist vorab klar, woran die Entscheidung gemessen wird.

  2. 2

    Vorlage wählen und Berufsgruppen zuordnen

    Praxiserprobte Vorlagen aus über 40 Häusern, angepasst je Technologie und Berufsgruppe, darunter Medikation, Patientenportal und KI-Dokumentation. Board konfigurieren, Fragen anpassen, Rollen zuweisen: in einer kurzen Sitzung mit innnow.

  3. 3

    Nutzungsdaten anbinden

    Herstellerreporting als CSV, Logdaten und Lizenzlisten werden angebunden, weitere Kanäle sind ergänzbar. Objektive Nutzung und subjektives Feedback liegen damit in derselben Auswertung.

  4. 4

    Anwender:innen einbinden

    QR-Code auf Station, Intranet-Link oder E-Mail. Teilnahme in 3 bis 5 Minuten, ohne Account und ohne App-Download. So entstehen Beteiligungsquoten, die eine Auswertung je Berufsgruppe und Station tragen.

  5. 5

    Auswerten, entscheiden, nachsteuern

    Erste Muster nach wenigen Tagen, belastbare Auswertung nach drei bis vier Wochen, bei Piloten nach zwei Messwellen. Jeder Kommentar lässt sich direkt in eine Maßnahme mit Verantwortlichem und Frist überführen. Die Go/No-Go-Entscheidung ist dokumentiert und gegenüber Leitung, Hersteller und Fördergeber belegbar.

Die Datenbasis dafür entsteht aus Exporten, die in der Klinik bereits vorliegen: Buchhaltung, Verträge, Berechtigungen und Inventar. Wie das zeitlich abläuft, zeigt Zusammenarbeit in vier Schritten. Was Konsolidierung und höhere Nutzung wirtschaftlich bringen, zeigt der ROI-Rechner.

„Wir schließen Projekte ab, bleiben im Zeitplan – und trotzdem merken wir: Nutzer fühlen sich nicht angekommen. Mit innnow sehen wir früh, was wirklich fehlt.“
Veronika Hauptenbuchner
Veronika Hauptenbuchner
Leiterin Transformation, Kliniken Südostbayern
Use Cases

Verstehen, wie Technologien im Versorgungsalltag wirken

Für die häufigsten Situationen ist die Auswertung fertig aufgesetzt. Fall auswählen und starten.

A · Bedarf und Priorisierung

Bedarfe bündeln. Mehrfachnennungen erkennen.

Bedarfe aus verschiedenen Quellen und Häusern zusammenführen, clustern und priorisieren, dann mit der bestehenden Systemlandschaft abgleichen.

Beispiel: Welche KI- und Digitalisierungsthemen sind verbundweit relevant und welche lassen sich mit vorhandenen Lösungen abdecken?

Kennzahl
Mehrfachnennungen je Bedarf
Dauer
laufend, z. B. im 3-Wochen-Zyklus
Wirtschaftlicher Effekt
Neubeschaffung vermeiden, vorhandene Lizenzen ausschöpfen
Interner Aufwand
ca. 0,5 IT-Tage je Zyklus
B · Pilot und GO/NO-GO

Piloten bewerten. Rollout entscheiden.

Nutzung, Akzeptanz und Wirkung einer neuen Technologie messen und daraus eine belastbare Skalierungsentscheidung ableiten, auch im Vergleich zweier Lösungen.

Beispiel: Wird eine KI-Dokumentationslösung im Pilot tatsächlich genutzt und bringt sie den erwarteten Mehrwert?

Kennzahl
Adoptionsscore aus zwei Messwellen
Dauer
ca. 12 Wochen, 2 Messwellen
Wirtschaftlicher Effekt
Fehlinvestition vermeiden, Rollout nur bei belegter Akzeptanz
Interner Aufwand
ca. 1 IT-Tag plus Rücklauf
C · Bestandsanalyse

Nutzung verstehen. Barrieren beseitigen.

Erkennen, ob vorhandene Technologien im Klinikalltag ankommen und warum Nutzung ausbleibt.

Beispiel: Fehlen Funktionen oder Schulungen, oder ist die Lösung den Mitarbeitenden nicht bekannt?

Kennzahl
Nutzungsgrad je Fachbereich
Dauer
ca. 3 bis 4 Wochen
Wirtschaftlicher Effekt
Nutzungsgrad bestehender Lösungen erhöhen
Interner Aufwand
ca. 0,5 IT-Tage plus Rücklauf
D · Technologieportfolio

Standardisieren. Redundanzen reduzieren.

Technologien standortübergreifend nach Nutzung, Nutzen, Kosten und funktionalen Überschneidungen bewerten.

Beispiel: Welche von mehreren eingesetzten Lösungen sollte verbundweit ausgebaut, konsolidiert oder abgelöst werden?

Kennzahl
Kosten je aktivem Anwender
Dauer
ca. 4 bis 8 Wochen
Wirtschaftlicher Effekt
Lizenz-, Betriebs- und Administrationskosten senken
Interner Aufwand
einmalig ca. 25 Min. je Technologie

Dauer und interner Aufwand sind Richtwerte aus bisherigen Projekten. Der konkrete Umfang hängt von Datenlage und Zahl der Standorte ab.

Passt einer der Fälle? In 30 Minuten klären wir, welche Daten vorliegen und womit Sie starten.

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Technologieportfolio

Von der Akzeptanzmessung zur Portfolio-Entscheidung

Akzeptanzdaten sind kein Selbstzweck. In der Systeme-Matrix von innnow steht jedes System nach Nutzung im Alltag und Wirkung auf einer Fläche, die Blasengröße folgt den Jahreskosten. Vier Felder ergeben die Empfehlung: Scale, Activate, Consolidate oder Exit prüfen.

Wirkung →
AActivate

Wirkung hoch, Nutzung niedrig. Die Technologie trägt, Rollout, Schulung und Prozess nachziehen.

SScale

Nutzung hoch, Wirkung hoch. Weitere Bereiche anschließen, Budget verteidigen.

CConsolidate

Nutzung und Wirkung niedrig. Funktion in eine bestehende Technologie überführen.

EExit prüfen

Nutzung hoch, Wirkung niedrig. Laufzeit, Datenmigration und Ausstiegspfad bewerten.

Nutzung im Alltag →

Beispielfrage: Spart eine KI-Dokumentationslösung im Alltag Zeit, und wie viel Nachbearbeitung bleibt? Vor der Einführung den berichteten Zeitaufwand erfassen, nach dem Pilot Zeitgewinn und Korrekturaufwand je Berufsgruppe abfragen, verfügbare Nutzungsdaten ergänzen. Das Ergebnis trägt die Entscheidung zu Rollout, Nachschulung oder Abbruch und ist gegenüber Hersteller und Leitung belegbar. Liegt ein System in der Unschärfezone um die Schwellen, entscheidet die nächste Messung, nicht die Matrix.

Was innnow über eine Umfrage hinaus leistet

Anwenderfeedback ist eines von vier Signalen. innnow ist dafür gebaut, es mit Nutzungsdaten und Kosten je Technologie zu verbinden und daraus Entscheidungen für Digitalisierungsteams im Krankenhaus abzuleiten.

Datenbasis
Bedarfe, Anwenderfeedback, Nutzungsdaten und Kosten je Technologie in einer Auswertung, statt nur Umfrageergebnisse.
Vorlagen
45 Vorlagen aus über 40 Häusern, je Technologie und Berufsgruppe, mit Fragenlogik, Rollen und Kennzahlen.
Auswertung
Nutzungsgrad je Fachbereich, Adoptionsscore, Kosten je aktivem Anwender, vergleichbar über Standorte.
Freitext
Jeder Kommentar wird per KI nach Hersteller, Infrastruktur, Prozess und Schulung getaggt.
Maßnahmen
Aus einem Kommentar wird eine Maßnahme mit Verantwortlichem und Frist, mit Rückmeldung an die Anwender:innen.
Herstellerneutralität
Zwei Lösungen laufen parallel auf derselben Skala, die Bewertung ist unabhängig vom Anbieter.
Hosting
Deutschland, DSGVO-konform.

3–5min

Ø Teilnahmedauer, auch für Pflegepersonal unter Zeitdruck

70.000+

Feedbackantworten aus dem Versorgungsalltag

40+

Kliniken & Verbünde, aktiv im Rollout-Einsatz

FAQ

Häufige Fragen

Wie messe ich, ob Klinikpersonal neue Software tatsächlich nutzt?

Über zwei Signale zugleich: Nutzungsdaten aus Herstellerreporting, Logdaten und Lizenzlisten zeigen, wer eine Technologie aktiv verwendet. Anwenderfeedback je Berufsgruppe und Fachbereich erklärt, warum Nutzung ausbleibt, etwa fehlende Geräte, Schulung oder Prozessbrüche. innnow führt beide Signale zum Nutzungsgrad je Fachbereich zusammen, erste Muster zeigen sich nach wenigen Tagen.

Welche Software misst die Akzeptanz digitaler Tools im Krankenhaus?

innnow ist der Steuerungslayer für Technologien und KI im Krankenhaus. Digitalisierungsteams messen damit Bedarfe, Anwenderfeedback, Nutzungsdaten und Kosten je Technologie in einer Auswertung, herstellerneutral, DSGVO-konform und in Deutschland gehostet. Über 40 Kliniken und Verbünde arbeiten damit, mit mehr als 70.000 Feedbackantworten.

Wie hole ich Feedback von Ärzt:innen und Pflege zu neuen IT-Systemen ein?

Niederschwellig und rollenbasiert: QR-Code auf Station, Intranet-Link oder E-Mail, Teilnahme in 3 bis 5 Minuten ohne Account. Pflege, Ärztlicher Dienst, Apotheke, MFA und Therapie sehen jeweils nur die Fragen zu ihrer Rolle. So entstehen Beteiligungsquoten, die eine Auswertung je Berufsgruppe tragen. Datensparsam: Im Fokus steht das Prozess-Erleben, nicht die Person.

Wie geht innnow mit Datenschutz und Mitbestimmung um?

Datenschutz und Mitbestimmung (Betriebsrat, Personalrat, MAV) werden vor dem Start geklärt, nicht danach. Erhoben wird nur, was für die konkrete Entscheidung nötig ist, ausgewertet wird aggregiert je Berufsgruppe und Fachbereich, nicht je Person. Für die Abstimmung mit der Mitarbeitervertretung stellt innnow eine Mustervorlage für eine Betriebsvereinbarung bereit. Hosting in Deutschland, Auftragsverarbeitung nach DSGVO.

Wie bewerte ich einen KI-Piloten und entscheide über den Rollout?

Vorab Kennzahl und Schwellenwert festlegen, dann zwei Messwellen über rund 12 Wochen: Nutzung, Akzeptanz und Wirkung je Berufsgruppe, auf Wunsch im Vergleich zweier Lösungen auf derselben Skala. Der Adoptionsscore aus beiden Wellen trägt die Go/No-Go-Entscheidung, dokumentiert und gegenüber Hersteller und Leitung belegbar.

Wie erfasse ich die IT-Systemlandschaft eines Krankenhauses strukturiert?

Jede Technologie einmalig in rund 25 Minuten im Inventar anlegen, mit Nutzung, Nutzen, Kosten und funktionalen Überschneidungen. Daraus entsteht je System eine Empfehlung: Scale, Activate, Consolidate oder Exit prüfen. Belastbar ist das Bild nach 4 bis 8 Wochen, auch standortübergreifend im Verbund.

Reicht dafür nicht ein Umfrage-Tool?

Eine Umfrage liefert das Anwenderfeedback, also eines der vier Signale. innnow verbindet dieses Feedback mit Nutzungsdaten und Kosten je Technologie, bringt erprobte Vorlagen für Kliniken mit, taggt Freitext per KI und macht aus Kommentaren Maßnahmen mit Verantwortlichem und Frist. Ob das für Ihre Fragestellung nötig ist, hängt davon ab, welche Entscheidung die Messung tragen soll.

Wie viel Aufwand entsteht für IT und Anwender:innen?

innnow ist webbasiert, es ist keine Installation nötig, nur URL-Freischaltung und Nutzerzugänge. Je nach Use Case liegt der interne Aufwand als Richtwert bei einem halben bis einem IT-Tag plus Rücklauf. Anwender:innen brauchen 3 bis 5 Minuten je Teilnahme. Erste Muster zeigen sich nach wenigen Tagen, eine belastbare Auswertung liegt nach drei bis vier Wochen vor.

Wirkung Ihrer Technologien messen

innnow zeigt Digitalisierungsteams, was gebraucht wird, was im Versorgungsalltag ankommt und wo nachzusteuern ist. Herstellerneutral, DSGVO-konform, Hosting in Deutschland.